Tagebucheintrag

Erste Nachwahlgedanken 107/365

Einige kurze Gedanken zur gestrigen Wahl. Sie sind sicher noch nicht ausgereift, aber geben einen relativ direkten Einblick in den gestrigen Abend und die Gedanken, die man mehr oder weniger direkt nach dem Aufstehen hat.

Den gestrigen Abend verbrachte ich auf der Wahlparty der Grünen in Dresden. Dort war die Stimmung nach den ersten Ergebnissen gut. Die Grünen haben Wähler*innen gewonnen. An einzelnen Tischen war man aber sehr schnell auch ernüchtert, dass es nur so wenige Stimmen und Prozentpunkte mehr waren.

Ich habe mich dann auch recht schnell von der Wahlparty verabschiedet und bin zum spontanen Protest gegen die AfD gegangen, die mit einem Schiff über die Elbe schipperte und mit lautstarkem Gegenprotest am Anleger empfangen wurde. Die AfD hat ein – aus meiner Sicht – erschreckend gutes Ergebnis geholt. Die AfD in Sachsen, ist nach meiner Einschätzung, einer der rechtesten Landesverbände der Partei.

Am Morgen danach möchte ich nicht darüber jubeln, dass rund zwei Drittel der Menschen, die in Sachsen gewählt haben, für demokratische Parteien gestimmt haben, sondern auf die Gefahr hinweisen, dass die CDU sich doch mit der AfD einlassen könnte. Der derzeitige Ministerpräsident hat zwar sein Direktmandat in Görlitz geholt, was es unwahrscheinlicher macht, dass er aufgrund des Ergebnisses zurücktreten wird. Allerdings weiß ich nicht, was die CDU machen wird, wenn die möglichen Koalitionsverhandlungen mit der SPD und den Grünen scheitern werden.

Man sieht: Am Morgen nach der Wahl sind viele Fragezeichen im Kopf, auf die in den nächsten Tagen und Wochen Antworten gefunden werden müssen…

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