Tagebucheintrag

Bautzen redet 71/365

Heute findet die nächste Dialog-Veranstaltung der Stadt Bautzen/Budyšin statt. Mir ist aufgefallen, dass ich mich auf dem Blog noch gar nicht geäußert hatte. Die Stadt Bautzen/Budyšin schreibt dazu:

Am 8. Februar hatte die Stadt Bautzen in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung die Veranstaltungsreihe „Bautzen wir müssen reden“ gestartet. In der Maria-und-Martha-Kirche ging es unter dem Titel „Zurück zur Sachlichkeit“ u. a. um das Außen- und Innenbild der Bautzener. Die Veranstaltung hat gezeigt, dass noch viel Rede- und noch mehr Diskussionsbedarf innerhalb der Bevölkerung bestehen.

Am Montag, dem 13. Mai 2019, 19.00 Uhr, findet im Museum Bautzen die zweite Veranstaltung der Stadt Bautzen unter Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Projekt „Krisen-Dialog-Zukunft“ am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden statt. „Bautzen wir müssen reden! – Unsere Identität“ lautet die Überschrift. An insgesamt 10 Tischen á 10 Personen wird in einem moderierten Kleingruppenformat rund um die Themen Identität und Bild der Stadtbevölkerung diskutiert. Dabei sollen und müssen Fragen, die in der Maria-und-Martha-Kirche aufkamen, wie etwa „Ab wann darf man in Bautzen mitreden?“ oder „Was ist eine Lebensleistung?“ und „Wer sind wir und wer gehört dazu?“ diskutiert werden.

Die Teilnehmeranzahl ist auf 100 Personen begrenzt. 50 Personen wurden durch die Stadt Bautzen aufgrund von 4 Kategorien gezielt eingeladen: 1. Verantwortungsträger (politisch, gesellschaftlich, religiös etc.), 2. Meinungsmacher und Meinungsbildner, 3. große Vereine und Institutionen, 4. Vertreter von spezifischen Interessensgruppen. Die restlichen 50 Plätze sind frei und können ab Freitag, dem 3. Mai 2019, durch persönliche Anmeldung im Bautzener Bürger-Service im Gewandhaus, Innere Lauenstraße 1, reserviert werden.

Homepage der Stadt Bautzen

Ich gehöre zu dem 50 Personen, die von der Stadt eine persönliche Einladung dazu erhalten haben. Leider ist sehr intransparent, wer die “Auserwählten” sind. Deshalb war ich lange unsicher, ob ich die Veranstaltung überhaupt besuchen möchte, da es für Bürger*innen mal wieder keine transparente Kommunikation durch die Stadtverwaltung gibt. Aus meiner Sicht ist diese Vorauswahl und die geringe Anzahl der freien Karten wenig förderlich für den Dialog in der Stadt. Diese Form der Veranstaltung ist für mich leider zu “exklusiv”. Bei der Veranstaltung im Februar wollten über 1.400 Menschen teilnehmen – 900 konnten Platz in er Kirche finden. Der Ausgang der Veranstaltung ist bekannt. Ich finde es schade, dass die Stadt es nun so dermaßen verkleinert, dass es wohl kaum Resonanz in der Bevölkerung finden wird. Ich habe mich dennoch dazu entschieden teilzunehmen und werde ich Nachgang darüber berichten.

Ich hoffe, dass meine durch die Erkältung angeschlagene Stimme durchhält…

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