Tagebucheintrag

Termine, Termine, Termine 67/365

Ich möchte Euch heute auf zwei Termine hinweisen, die in dieser Woche in Bautzen/Budyšin stattfinden werden.

Der erste ist bereits heuten, am Dienstag, den 23. April 2019 im Burgtheater. Organisiert von der FES Sachsen und moderiert von der Leiterin der Gedenkstätte Bautzen, Silke Klewin, wird ab 19 Uhr mit Frank Richter über sein neues Buch “Gehört Sachsen eigentlich noch zu Deutschland?” diskutiert. Details zu Veranstaltung gibt es hier.

Eine weitere – aus meiner Sicht noch spannendere Veranstaltung – findet am Sonntag, den 28. April 2019, ab 11 Uhr im Theater Bautzen/Budyšin statt. In der neuen Reihe “Zur Sache Bautzen” – organisiert vom Deutsch-Serbischen Volkstheater und der Sächsischen Zeitung – wird unter anderem mit Sebastian Kurtenbach darüber diskutiert, ob die Spreestadt ein “Ort der Ausgrenzung” ist. In der Ankündigung zur Veranstaltung heiß es unter anderem:

Wie rechts ist Bautzen? Für viele Einwohner ist schon die Frage eine Provokation. Den schlechten Ruf der Stadt lasten sie vor allem den Medien an. Deren Berichterstattung bringe Bautzen immer wieder mit Rassismus und Rechtsextremismus in Verbindung und sei deshalb Schuld am miesen Image. Steht Bautzen also zu Unrecht im Fokus? Nein, widerspricht Dr. Sebastian Kurtenbach. Der Soziologe aus Münster hat mit seinem Team die Situation in der Stadt intensiv untersucht. Drei Monate lang waren die vier Wissenschaftler vor Ort. In dieser Zeit sprachen sie mit mehr als 100 Politikern, Flüchtlingen und Bürgern. Sie werteten Sozialdaten aus, sichteten Sitzungsprotokolle des Kreistags und Hunderte Medienberichte. Ihr Fazit lautet: In Bautzen haben sich die Normen verschoben. Sie nennen die Stadt einen „Ort der Ausgrenzung“ – geprägt durch Alltagsrassismus und eingefahrene Denkmuster. Rechte Straftaten würden verharmlost, die Ablehnung von Flüchtlingen sei für viele Menschen normal.
Wie kommen die Wissenschaftler zu dieser Einschätzung? Halten sie der Stadtgesellschaft tatsächlich einen Spiegel vor? Oder ist ihr Blick auf Bautzen verengt? Ist es überhaupt sinnvoll, ganze Städte und Regionen als „Orte der Ausgrenzung“ zu charakterisieren? Oder ist eine solche Stigmatisierung eher kontraproduktiv?

Auszug aus der Ankündigung von www.theater-bautzen.de

Karten für diese Veranstaltung gibt es kostenlos auf der Internetseite des Theaters und bei der Theaterkasse.

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