Tagebucheintrag

Presseschau zum Dialog 42/365

Zehn Tage ist die Dialogveranstaltung in Bautzen/Budyšin nun her, in der die Stadt Bautzen unter Mitwirkung der Landeszentrale für politische Bildung versucht “zurück zur Sachlichkeit” in den Diskussionen in der Spreestadt zu kommen. Das Ergebnis dürfte mittlerweile bekannt sein. Heute ist es an der Zeit zu schauen, welche mediale Reaktionen die Veranstaltung auslöste.

Unmittelbar nach der Veranstaltung erschienen in der “Süddeutschen Zeitung” und in der “Sächsischen Zeitung” Artikel, die sich mit dem Abend befassten. Die “Sächsische Zeitung” fragt in einem ersten Artikel nach der Veranstaltung “Miteinander streiten – aber wie?” und fasst dabei primär die unterschiedlichen an dem Abend geäußerte Positionen zusammen. Zudem kommutiert Ulli Schönbach den Abend unter der Überschrift “Was bleibt nach diesem Abend?” (€). Er kommt zu Schluss:

Es kommt darauf an, welche Schlüsse wir alle aus diesen zwei Stunden ziehen: Das Bürgerforum hat vorgeführt, wohin der Weg der Polarisierung führt. Er belohnt die Lauten, die Zuspitzer, die selbst ernannten Volkstribune. Einige von ihnen drängte es ja gleich mehrfach ans Mikrofon. Doch sie waren nicht allein. Immer wieder versuchten Redner, die Debatte in eine konstruktive Richtung zu lenken: Weniger ich, mehr wir. Mäßigung im Ton. Konzentration auf die Themen, die Bautzen voranbringen. Die Herausforderung ist es, diesen Stimmen wieder mehr Gewicht auf der öffentlichen Bühne zu verleihen.

Kommentar Ulli Schönbach in der “Sächsischen Zeitung” vom 10. Februar 2019.

Die “Süddeutsche Zeitung” hat noch in der Nacht zum Samstag direkt nach der Diskussionsveranstaltung einen Artikel von Antonie Rietzschel veröffentlicht. “Geh doch weg” lautet die Überschrift und er löste in Bautzen/Budyšin einige Diskussionen aus. Heute legte die Journalistin mit einem Interview mit mir (“Die Menschen reden darüber, was schiefgelaufen ist“) und einem Kommentar (“Wenn reden nichts mehr bringt“) nach.

In der “Sächsischen Zeitung” hat sich kurz nach der Dialogveranstaltung der Chef des Stadtverbands der CDU, Tobias Schilling, in einem Gastkommentar zu Wort gemeldet. Unter dem Titel “Beschämend, wie sich ein großer Teil des Publikums verhielt” fasst der CDUler seine Eindrücke des Abends zusammen. Der Beitrag bildete den Auftakt für eine ganze Reihe an Meinungsäußerungen aus der Stadt und dem Umland, die in der Zeitung fortwährend publiziert werden. Sie werden online in einem Artikel zusammengefasst. Dort ist unter der Überschrift “Bautzener diskutieren über das Bürgerforum” mittlerweile eine beachtliche Zahl an Zuschriften zusammengekommen.

Zudem wurde in der “Leipziger Internet Zeitung” ein nachdenklicher Kommentar von Christian Wolf veröffentlicht, der sich fragt: “Geht so sächsisch? ‘Bautzen wir müssen reden!’

UPDATE I:

In der heutigen “Sächsischen Zeitung” ist ein Interview (€) mit Pfarrer Christian Tiede erschienen, der bei der Dialogveranstaltung als Hausherr in der Kirche die Gäste begrüßt hat. Das Interview steht unter der Überschrift “Muss man sich ein Rederecht ersitzen?”.

Habt ihr weitere Artikel und Kommentare zur Veranstaltung entdeckt? Dann schreibt gerne. Ich werde diese Presseschau zur Veranstaltung weiter ergänzen, sollte ich Artikel finden oder neue erscheinen.

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