Tagebucheintrag

Gastbeitrag eines Wahlbautzeners 38/365

Heute ein Gastbeitrag des Wahlbautzeners Michael Beyerlein

Suchet der Stadt Bestes Jeremia29,7

Ich bin immer noch geschockt von der Veranstaltung von Freitag und habe lange überlegt, ob ich etwas darüberschreibe. Wenn ich mir so manche Kommentare oder Berichte anschaue, frage ich mich, ob ich auf derselben Veranstaltung war, wie zB der OB. Ich habe noch nie soviel Hass gespürt, wie in dieser Kirche. 


Aber vielleicht erzähle ich erst einmal von mir. Ich kam 2017 auf eigenen Wunsch und auf Wunsch des Kirchenbezirks nach Bautzen. Der Kirchenbezirk fand niemand für diese Stelle als Beauftragter für Asyl- und Integrationsfragen. Viele Menschen warnten mich, Geh nicht nach Bautzen usw.  1988 fuhr ich das erste Mal durch Bautzen, als Reisebusfahrer. Da gab es noch die DDR. Selbst da war Bautzen schon mit einem schlechten Ruf behaftet. Als ich aber 2017 hierherkam, sah ich eine der schönsten Städte Deutschlands. Und eine Region, die zum Urlaub einlädt. Wenn ich da nur an Oybin denke. 


Aber ich kam schon zu den Situationen, die mir zeigten, warum es diesen schlechten Ruf gibt. Da gab es die Affäre des ersten Beisitzers und dem NPD Vorsitzenden, die Verfolgungsjagd am Kornmarkt und dann die unsägliche Veranstaltung mit der rassistischen Nonne, deren eigene Kirche sie sogar ablehnt. Dort traf ich das erste Mal auf Herrn Drews, der sich neben mich setzte und gleich beleidigte, weil ich diese Schwester kritisierte und darauf aufmerksam machte, dass sie in einer Kirche ist. Die Woche darauf wurde ich beim Friedensgebet von Pfarrer Mahling von der Kanzel als Zerstörer der Evangelischen Kirche beschimpft. Sowas nennt man Kanzelmissbrauch. Pfarrer Mahlings Nähe zum Evangelischen Schulverein Gaußig und zu Herrn Drews ist ja auch bekannt. Dort im Schulverein arbeitet zum Beispiel eine Frau Gähler in der Kita, die unverfroren Werbung für die Ivo-Sasek-Sekte macht. Diese Sekte befürwortet Schläge für Kinder und leugnet den Holocaust. Wer verantwortet eigentlich, dass so jemand als Erzieher dort arbeitet? Naja, vielleicht das Spielwarengeschäft, das die Propaganda dieser Sekte (Stimme und Gegenstimme) und andere rechte Schriften vertreibt.

Also ich fragte mich schon, was hier los ist?


So viel zur Vergangenheit. 


In der Maria und Martha Kirche erlebte ich die hässlichste Fratze Bautzens. Ich bin auch erst seit 2 Jahren hier, und wenn ich an einen neuen Ort komme, sehe ich vieles anders als die Einheimischen. Vielleicht sind ja auch manche Ansichten der Einheimischen etwas eingefahren und man sieht so manches nicht mehr. „Naja das war halt immer so“. Ich erlebte dasselbe, auch in meinem Beruf, „wie kann dieser Wessi das behaupten“. Nach 2 Jahren begann man endlich mit mir zu reden, nur da war es zu spät. Vielleicht ist auch deshalb die Kritik von Annalena Schmidt einmal differenziert zu betrachten. Man sieht vieles anders als Neuling, und das ist oft hilfreich, vor allem wenn man miteinander spricht.
Aber zurück zu Miteinander reden.


Wie kann ein OB diese Veranstaltung loben, die als Tribunal gegen Annalena Schmidt begann. Ich empfehle jeden sich diese Veranstaltung im Internet anzusehen. Man machte sich über das Grundgesetz lustig, später auch über unseren Ministerpräsidenten. Es gipfelte für mich nicht mit dieser Fremdenführerin, die sicherlich Menschen in die Fremde führt, sondern in der Lobhudelei des OBs für Herrn Drews. Trennung von privat und Geschäft. Ich war sehr verwundert.


Leider ist in der „Denkste“ keine Werbung von Herrn Drews, sondern von Hentschke -Bau. Die Spendengelder für die AfD kommen von Hentschke-Bau, die Anmeldung für rechte Veranstaltungen geht nicht Herrn Drews Emailadressse, sondern über Hentschke-Bau. Ostsachsen-TV usw usw.  
Lieber Herr Ahrens, glauben Sie eigentlich selber noch was Sie sagen. Trennung von privat und geschäftlich war wohl nicht.

Sie haben sich sehr lange Zeit gelassen, sich einmal leider nur indirekt vor eine Bürgerin Bautzens zu stellen, aber der Herr Drews war Ihnen wichtig. Die ganze Veranstaltung war eine Werbung für seine politische Einstellung. Aber naja, er ist halt der größte Steuerzahler.


Ich erinnere mich immer noch an die letzte Sitzung mit Ihnen, wo sie sich über meinen Glauben lustig gemacht haben und jetzt so etwas? Das war nimmer lustig. Und so etwas jetzt als positiv hinzustellen? Wer ist der Nächste, der an den Pranger gestellt wird?


Ich habe noch nie so viel Hass in einer Veranstaltung gespürt. Es war nichts Anderes als eine gewollte Propandaveranstaltung. Nach dieser Veranstaltung fühle ich mich bestätigt, dass es richtig für mich ist, diese Stadt zu verlassen. Ich fühle mich hier nicht sicher, weil ich meine Meinung nicht mehr frei äußern kann. Man muss mit Bedrohungen rechnen, wie sie Annalena oft erlebt. 


Ich hoffe auch, dass solche Veranstaltungen nicht mehr unter dem Kreuz Jesu stattfinden, denn Jesus hatte Nächstenliebe, Vergebung, und Menschlichkeit. Ich erlebte Hass und Wut. Das hat in einer Kirche nichts verloren. Aber man schaut lieber weg.


Schade, dass dies in einer Kirche zugelassen wurde. 


Schade auch, dass ein wichtiger Satz aus der Bibel nicht erwähnt wurde.
Jer 29:7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum HErrn; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl.


SUCHET DER STADT BESTES
Das wurde verpasst.

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