Tagebucheintrag

100 Jahre Frauenwahlrecht 17/365

Heute vor 100 Jahren fand die Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung statt. Dabei durften Frauen erstmals wählen und sich zu Wahl aufstellen lassen. Der Frauenanteil betrug damals 8,7 Prozent. Und heute? Im Bundestag sind derzeit 30,9 Prozent der Abgeordneten weiblich, dass sind 7 Prozentpunkte weniger im Vergleich zum Bundestag in der letzten Legislaturperiode. Und auch in dreizehn von sechzehn Landesparlamenten nahm die Zahl der weiblichen Abgeordneten von der letzten zur jetzigen Legislaturperiode ab. Die meisten weiblichen Abgeordneten hat der Landtag in Thüringen mit 40,6 Prozent. Dort waren es in der vorherigen Legislaturperiode allerdings 45,6 Prozent. Die wenigsten Frauen sitzen im Landtag von Sachsen-Anhalt (24,4 Prozent). Die Zahlen für Sachsen und auch für Bautzen/Budyšin hatten wir uns bereits in einem Beitrag angeschaut. Insgesamt sind in der Politik in Deutschland die Frauen stark unterrepräsentiert.

Daran wollen bundesweite Initiativen, wie Frauen Macht Politik etwas ändern und geben Informationen und regen zu Vernetzung an. Auch auf lokaler Ebene – wie in meiner Wahlheimat der Oberlausitz – gibt es engagierte Frauen, die andere für die Politik begeistern und auf dem Weg in die kommunale Politik unterstützen wollen. Hier heißt die Initiative, die unter anderem Seminare zum Thema “Frauen in der Lokalpolitik” anbietet, Frauen.Wahl.LOKAL.

Noch ist Zeit Euch zu überlegen für die Wahlen in diesem Jahr zu kandidieren. Also denkt darüber nach und fragt bei der Partei Eures Vertrauens an, ob ihr (auch parteilos) auf deren Liste kandidieren könnt!


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