Tagebucheintrag

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre… 3/365

Heute nur ein kurzer Beitrag, der aber aus meiner Sicht wichtig ist, und auf dem weitere Beiträge aufbauen können. Weil Wahlen auch immer etwas mit Zahlenverhältnissen zu tun haben, müssen wir uns heute und morgen zunächst einmal anschauen, was aktuelle Umfragen sagen und wie man in Bautzen und Sachsen bei den zurückliegenden Wahlen abstimmte.

Wir beginnen heute mit dem Blick in die Zukunft: Die aktuellste Umfrage, die danach fragte, wen man wählen würde, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, erhob Ende Dezember 2018 INSA für die “Bild”-Zeitung. Die CDU schnitt dabei mit 29 Prozent als stärkste Partei ab, gefolgt von der sogenannten “Alternative für Deutschland”, die bei 25 Prozent landete, die Linke folgt mit 18 Prozent und die SPD gerade noch zweistellig bei zehn Prozent. Wäre am nächsten Sonntag Landtagswahl, so würden laut Umfrage, neun Prozent ihr Kreuz bei den Grünen und sechs Prozent bei der FPD machen.

Umfragen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Ich denke aber, dass wir gerade mit Blick auf die Landtagswahlen im Freistaat derzeit noch besonders vorsichtig sein sollten. Die “Freien Wähler”, die bei der Landtagswahl 2014 zwei Prozent der Stimmen der Wähler*innen gewinnen konnten, bringen sich derzeit neu in Stellung und könnten, aus meiner Sicht, noch ein spannender Faktor bei der Landtagswahl werden.

One Comment

  • Ulrich Ingenlath

    Hallo Wahlsächsin,
    als Wahlsachse und irgendwie auch Wahlbautzener möchte ich Ihnen gerne meinen Respekt für Ihr Engagement für die Oberlausitz zollen. Den vielen Anfeindungen und persönlichen Beleidigungen zu trotzen, denen sie ausgesetzt sind – nur weil Sie sich für eine demokratische und und weltoffene Oberlausitz stark machen ; das nötigt mir schon eine gewisse Hochachtung ab.
    Da ich nicht in den `sogenannten´Sozialen Netzwerken angemeldet bin, werde ich Ihre tägliche Sicht auf das Geschehen vor Ort mit Aufmerksamkeit verfolgen, in der Hoffnung, dass Sie `tagesaktuell´bleiben können. Dafür nochmals meinen Dank!
    Sie bringen mit Ihrem Engagement `Leben und Bewegung in die gelegentlich etwas muffelig anmutende `Lausitzer Bude´, die ich in der Vergangenheit oftmals als `bleiern und Friedhofsähnlich´ erlebt habe.
    Wir haben in unserer Region natürlich offensichtliche Demokratie- und Modernisierungsdefizite. Aber da ist ja inzwischen ein wenig Bewegung drin und alles scheint irgendwie im Fluss. Die Oberlausitz ist inzwischen (auch wegen der vielen offensichtlichen Probleme) ein klein wenig aus Ihrem selbstgefälligen `Dornröschen-Schlaf´ erwacht und beginnt sich zu regen. Das macht die Region spannender – ja sogar ein wenig `sexy´- ohne jetzt übertreiben zu wollen.
    Menschen regen sich inzwischen auf, fragen nach und beginnen sich zu engagieren – statt sich wie bisher von `Oben´und kleinen parteipolitischen Zirkeln dominieren zu lassen. Dass das so ist – daran haben Sie einen nicht geringen Anteil.
    Ich habe daher nur eine rein sprachliche Kritik an dem oben genannten Beitrag. Diese ist vordergründig marginal. Ich halte Sie aber dennoch für wichtig, um auch in Zukunft sauber zu formulieren:

    Wenn Sie die prognostizierten Umfrageergebnisse der konkurierenden Parteien für die LtW 2019 diskutieren, dann sollten Sie die AfD nicht als `sogenannte AfD´bezeichnen. Es handelt sich schlichtweg um die AfD.
    Es sei denn, Sie nutzen auch die Formulierung `sogenannte CDU´bzw. `sogenannte SPD´ etc. .
    Ich erwähne das deshalb, weil mir in 25 Jahren Sachsen kein christlich agierender CDU-Politiker, kein sozialdemokratisch agierender SPD-Politiker, schon gar kein liberal agierender FDP-Politiker etc. – in Sinne des Wortes – untergekommen ist.
    Ich kenne hingegen sehr viele `sogenannte´ Christ- und Sozialdemokraten oder gar Liberale, welche es aber natürlich nur formal sind – in der Regel aus `Opportunitätsgründen´ (Macht, Posten, Geld etc.).
    Nochmal ironisch formuliert: Ich kenne im Alter von 52 Lebensjahren keine christlichen Christdemokraten in der Sächsischen Union. Nur `Sogenannte´.
    Bleiben Sie `am Ball´. Das wird ein spannendes Wahljahr in Sachsen.
    Mit freundlichem Gruss
    Ein Wahlsachse

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